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Rheinmetall-Aktie: nach wie vor ein bevorzugter Pick 27.03.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Christian Cohrs, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) unverändert mit "kaufen" ein.
Insgesamt würden die berichteten Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 und der (konservative) Ausblick für 2012 ein gemischtes Bild abgeben. Sie seien nicht schlecht gewesen, jedoch hätten sie auch die jüngste Rally der Aktie nicht weiter fördern können. In jedem Fall jedoch würden sie keine Begründung für einen Kursrutsch um 5% seit diesem Zeitpunkt geben. Drei Punkte seien hier hervorzuheben:
Es sollte keine Korrektur nach unten für die Konsenserwartungen (Nettogewinn) geben. Der alleinige Fokus auf die 2012 EBIT Guidance greife zu kurz. Aus Aktionärssicht sei nicht das EBIT, sondern das EPS von Bedeutung. Tatsächlich sei die Guidance für das EBIT 2012 unverändert gewesen (etwa EUR 354 Mio.), wobei der Kapitalmarkt höhere Erwartungen gehabt habe (EUR 370 Mio.). Die Struktur des Konsens offenbare, dass die Abweichung auf einen schwächer als erwarteten Ergebnisbeitrag der MAN JV im Segment Defence zurückzuführen sei. Trotz der Vollkonsolidierung liege der Anteil von Rheinmetall an diesem JV nur bei 51%.
Angesichts dessen schlage sich nur Bruchteil der EBIT-Abweichung auf das Nettoergebnis nieder, während der andere Teil von den Minderheiten absorbiert werde. Der Rest dürfte mittels niedriger als erwarteten Zinszahlungen und Steuern in 2011 (die in 2012 anhalten würden) kompensiert werden. Insgesamt leite sich aus der EBIT-Guidance des Managements ein Ergebnis je Aktie von etwa EUR 5,40 ab und entspreche somit genau dem Wert des aktuellen Konsenses.
Der Cashflow 2012 sollte Rekordmarke erreichen. In den vergangenen zwei Jahren habe sich das Working Capital des Konzerns um EUR 309 Mio. erhöht. Ein kleiner Teil (EUR 89 Mio.) sei auf das Segment Automotive zurückzuführen und spiegele die starke Umsatzentwicklung wider. Die verbleibenden EUR 210 Mio. würden aus dem Segment Verteidigung stammen und seien mit einer Erhöhung der Bereichsumsätze lediglich EUR 243 Mio. zu vergleichen. Folglich sei der Aufbau des Working Capital nicht Umsatz- sondern Projektgetrieben (wie im Bereich Verteidigung üblich).
Während einer Telefonkonferenz habe das Management die Vermutung der Analysten bestätigt und der CFO hinzugefügt, dass verschiedene Verteidigungsprojekte in diesem Jahr voranschreiten, bzw. fertig gestellt und somit eine Reduzierung des Net Working Capitals und die Freisetzung von Barmitteln in 2012 ermöglichen würden. Aus diesem Grund sollte der operative Cashflow in 2012 über EUR 400 Mio. liegen (die Analysten würden EUR 466 Mio. antizipieren) und damit eine neue Rekordmarke erstellen und die Capex (unter EUR 250 Mio.) klar übertreffen würden.
Die wertsteigernde M&A- und Portfoliomaßnahmen seien in Sicht. Die geringe Nettoverschuldung des Unternehmens (EUR 130 Mio.) und gute FCF-Aussichten würden mit frei verfügbaren Kreditlinien von EUR 1,5 Mrd. kontrastieren. In Augen der Analysten sei das ein deutliches Zeichen dafür, dass das Management Ausschau nach (auch größeren) Akquisitionszielen auf dem Markt halte. Das mögliche Floating des Automotive-Geschäfts passe gut in dieses Bild. Demzufolge würden die Analysten nicht ausschließen, dass das Management weitere Schritte unternehme, um in großem Umfang das Rüstungsgeschäft auszubauen.
Werfe man einen Blick in die Vergangenheit, so habe das Management außerordentlich gute Arbeit bei der Bereinigung und Fokussierung des Geschäftsportfolios geleistet. Das zeige sich deutlich am relativen Ergebnis des Aktienkurses: Seit Anfang 2000 sei der Marktwert der Aktie von Rheinmetall um ca. 250% gestiegen, während der STOXX 600 Industrial Goods & Services 19% eingebüßt habe.
Das Kursziel werde von EUR 69 auf EUR 59 gesenkt. Im Zuge eines Coverage-Transfers innerhalb von Warburg Research habe man die Prognosen und Bewertungen gründlich überarbeitet. Das Kursziel reflektiere das Ergebnis des DCF, wobei das FCFY-Modell auf einen fairen Wert von Mitte 50 hindeute. Trotz niedriger Multiplikatoren im Segment Verteidigung, signalisiere eine SotP-Analyse für Rheinmetall noch einen Fairen Wert von EUR 50.
Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Rheinmetall-Aktie. (Analyse vom 26.03.2012) (27.03.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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